Parkour – kunstvoller Hindernislauf

Parkour – kunstvoller Hindernislauf

Parkour ist eine Sportart, bei der der „Traceur“ (der Begriff kommt aus dem Französischen und heißt so viel wie:“ der, der den Weg ebnet“) sämtliche Hindernisse überwindet und den kürzesten und effizientesten Weg von A zum selbst ausgewählten Ziel B findet.

Der Begriff dieser Sportart kommt ursprünglich ebenfalls aus der französischen Sprache „parcours“ und bedeutet nichts anderes als „Weg“ oder „Strecke“. Um diesen Sport auszuüben, benötig man keine speziellen Plätze, sondern er kann überall praktiziert werden. Der Teilnehmer überwindet dabei sämtliche Hindernisse, die ihn daran hindern, so effektiv wie möglich sein Ziel zu erreichen. Dabei werden Mauern, Bänke, Bauzäune aber auch Papierkörbe und Garagen überwunden. Die Hindernisse dürfen nicht verändert werden.

Der Gründer des Parkour heißt David Belle. Er hat diese sportliche Disziplin ursprünglich von seinem Vater übernommen und anschließend weiter entwickelt. Sie soll Bewegungskunst mit technischer Raffinesse verbinden und auch dabei philosophische Aspekte nicht vernachlässigen. Dabei soll besonders auf geschmeidige und flüssige Körperbewegungen geachtet werden. Heute jedoch gibt es Teilnehmer, die den Parkour als reinen Sport mit Spaß ausüben und ihn in akrobatische Kunst oder Stuntkunst weiterentwickeln und umwandeln. Ursprünglich als Wettkampfkunst abgelehnt, gibt es in der heutigen Zeit Wettkämpfe, wie das so genannte „Parcouring“, bei dem ein Parcours angelegt wird, den es so schnell wie möglich zu bezwingen gilt.

Die ursprüngliche Philosophie des Parkour

Der Gründer Belle versteht Parkour nicht als reine Sportart, sondern als eine Art kreative Kunst, die hilft, die eigenen körperlichen und durch die Umwelt gesetzten Grenzen einschätzen, erkennen und überwinden zu können. Das eigene Können soll dabei frei von personenbezogener Eitelkeit sein und andere nicht beeindrucken wollen. Die Philosophie beinhaltet vielmehr, die Voraussetzungen einer Technik abschätzen und abwägen zu können und das Augenmaß für die Gefahren einer Situation zu schärfen, um sie dann gefahrlos meistern zu können. Dabei ist der respektvolle Umgang des Traceurs mit der Umwelt und seinen Mitmenschen gleichermaßen von signifikanter Bedeutung.

Parkour in bewegten Bildern

Interview mit David Belle über Parkour (mit englischen Untertiteln)

Weitere Informationen zum Themen finden sich auf Wikipedia.

Wer jetzt Blut geleckt hat, der findet bei gosporting.de ein Parkour Tutorial und Tricks & Techniken sowie weitere spannende Informationen.

Bildquelle: THOR (Flickr CC BY 2.0)

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